Typische Vegetationseinheiten des Projektgebietes

Im Inneren des Benninger Riedes fallen die ausgedehnten Kopfriedbestände auf (v.a. Orchio-Schoenetum nigricantis). Hier hat die Riednelke (Armeria purpurea) in den lückigeren Bereichen und in der damit verzahnten Kalkquellflur-Gesellschaft (Cratoneurion commutati) ihren bevorzugten Standort. Zwischen den braungrünen "Hoppen" (daher der Name Hoppenriedweg) der Kopfbinsen (Schoenus nigricans und vereinzelt S. ferrugineus) sind neben der Riednelke noch weitere charakteristische und attraktive Arten anzutreffen: Fleischfarbenes Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata), Alpenfettkraut und Gemeines Fettkraut (Pinguicula alpina und P. vulgaris), Alpenmaßliebchen (Aster bellidiastrum) oder Simsenlilie (Tofieldia calyculata). An offeneren Stellen siedeln lichtliebende Moosarten: Starknervmoos (Cratoneuron commutatum), Kalk-Quellmoos (Philonotis calcarea), Sichelmoos (Drepanocladus revolvens) und Skorpionmoos (Scorpidium scorpioides). In den wassergefüllten Schlenken findet man mit etwas Glück den kleinen Wasserschlauch (Utricularia minor). Eine weitere auffällige Pflanzengesellschaft ist das Schneidseggenried (Cladietum marisci). Typischerweise dominiert hier die namengebende Schneide (Cladium mariscus), deren Blätter am Rand sehr scharf gesägt sind. Nur wenige Pflanzenarten können sich in der typischen Ausbildung neben ihr behaupten.

Einen Überblick über die Verdrängung von Kopf- und Schneidried seit 1959 geben nachfolgende Skizzen.